Wein probieren

Wein probieren

 

 

Wenn es um Wein geht, werden wohl die meisten Legenden um dessen Verkostung verbreitet, obwohl es im Prinzip nur einige wenige Regeln zu beachten gibt, denn über Geschmäcker lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Grundsätzlich kommt es nur auf das richtige Ambiente an, da außer Weingläsern keine Hilfsmittel benötigt werden.

 

Um Geschmacksinterferenzen zu vermeiden, sollten keine Nahrungsmittel zuvor konsumiert werden, die eine nachhaltige Irritation der Geschmackspapillen verursachen könnten – dies betrifft übrigens auch Zahnpasta, Zigaretten, Kaffee und Zucker. Als ratsam erweist sich hingegen, den Mund mit Wasser zu spülen.

 

Die Gläser können durch „Avinieren“ von anhaftenden Fremdsubstanzen gereinigt werden, man schenkt etwas Wein ein und schwenkt das Glas, der Wein wird dann verworfen.

Im ersten Schritt sollte nun der Geruch des Weines, welcher sich langsam entfaltet, ganz bewusst eruiert werden, indem man kräftig und viel Luft aus dem Glas aufnimmt. Weinkenner beschreiben sieben Geruchskategorien (Aromen) bei Weinen: floral, pflanzlich, fruchtig, würzig, karamellisiert, rauchig und mikrobiologisch.

 

Beim Kosten des Weines muss der gesamte Bereich des Mundes, welcher Geschmackspapillen enthält, umspült werden. Am besten nimmt man einen Schluck und lässt die Flüssigkeit im Mund „wandern“. Kaubewegungen erleichtern die Verteilung des Weines. Außerdem werden die Dämpfe über den Nasen-Rachenraum transportiert und man riecht den Wein gewissermaßen auch mit. Dies wird übrigens durch Luftaufnahme in den Mund erleichtert.

 

Schließlich kommt es zum Abgang des Weines, dem Geschmack im Gaumenbereich. Fällt er schlecht aus, ist man oft vom ganzen Wein enttäuscht …. Professionelle Tester können den Abgang über den Gaumen manchmal „vorwegnehmen“; sie spucken den Wein vor dem Verschlucken aus, um den Alkoholeintrag im Körper zu umgehen.

Drei Schritte gibt es zum Probieren:

 

Geruch und Farbe – Geschmack in Mund und Nase – Abgang über den Gaumen

 

Der Geschmack verändert sich auch durch das Stehenlassen des Weines und Abfüllen in verschiedene Gläser.

Bei der Textur-bzw. Geschmacksbeurteilung sollte der Zucker- und Säuregehalt sowie die Konsistenz ermittelt werden.

Wenn unterschiedliche Weinsorten verkostet werden, gilt grundsätzlich: kosten Sie die älteren, schweren und besten Weine am Schluss, beginnen Sie mit jungen und leichten Weinen. Zwischen den Sorten kann mit Wasser gespült werden.

Geschmackseindrücke können protokolliert werden – doch am Ende entscheidet das individuelle Geschmackempfinden jedes Einzelnen darüber, welche Geschmacksnote als angenehm empfunden wird. Ohne große Übung schafft man es ungefähr 8 – 9 Weine zu unterscheiden und zu kategorisieren. Mehr Weine können die Geschmacksnerven nicht unterscheiden, wenn man nicht weiß, um welche Nuancen es sich dreht.

 

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